Autofinanzierung: welches ist die günstigste Methode?
Für die meisten Personen ist ein Auto ein unverzichtbares Fortbewegungsmittel, mit dem man täglich zur Arbeit fährt, die Einkäufe erledigt und sonstige Unabhängigkeiten geniesst. Doch spätestens dann, wenn man ein neues Auto benötigt, macht man sich Gedanken über die Finanzierung.
Rund die Hälfte der Autos, welch in der Schweiz jährlich zugelassen werden, sind durch Leasing finanziert. Somit bewegen sich jährlich über 120 000 neue geleaste Privatfahrzeuge mit einem Gesamtwert von sieben Milliarden Franken. Zusammen mit den kreditfinanzierten Fahrzeugen dürften sie die grosse Mehrheit auf den Schweizer Strassen ausmachen. Lesen Sie hier, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Finanzierungsformen bergen.
Leasing
Das Leasing ist heute häufigste Form der Autofinanzierung. Die Funktion ist ähnlich aufgebaut wie bei einer Abzahlung. Mit einem grossen Unterschied: Der Besitz des Autos bleibt bei der Leasingfirma. Dafür muss nicht der volle Kaufpreis vom Leasingnehmer bezahlt werden. Die Höhe der Leasingrate hängt von verschiedenen Faktoren ab und wird vom Zinssatz, der Vertragslaufzeit, der Anzahlung, den gefahrenen Kilometer pro Jahr und vom Restwert bestimmt. In der Regel muss bei Vertragsabschluss eine Kaution bezahlt werden.
Vorteile: Die monatliche Leasingrate ist günstiger als bei der Kreditfinanzierung. Der Leasingnehmer hat die Möglichkeit, während des Leasings andere Modelle zu wählen.
Nachteile: Nach Vertragsablauf gehört das Fahrzeug der Leasingfirma. Der Leasingnehmer hat die Möglichkeit, das geleaste Fahrzeug zum vereinbarten Restwert zu kaufen. Diese Variante ist aber keineswegs günstiger als ein kreditfinanziertes Auto. Ein vorzeitiges Aussteigen aus dem Vertrag kann sehr teuer werden.
Ratenzahlung/Abzahlung
Die Ratenzahlung ist wohl die klassische Autofinanzierung, wenn man zu wenig flüssige Mittel für einen Barkauf hat. In der Regel wird sie über eine Kreditaufnahme bei einer Institution getätigt. Der Gesamtkosten sind von der Höhe des Zinssatzes, der Wahl des Kreditinstitutes und von der vereinbarten Rückzahlungsfrist abhängig.
Bei diesen Krediten variieren die Zinssätze stark, sind aber vom Gesetz her auf maximal 15 Prozent festgelegt. Wie hoch die Kosten sind, lässt sich an einem Beispiel erklären: Finanzieren Sie ein Auto mit einem Anschaffungswert von 40 000 Franken bei einem Zinssatz von zwölf Prozent während einer Vertragslaufzeit von vier Jahren, entstehen für Sie monatliche Kosten von 1 200 Franken – exklusiv Betriebskosten. Diese betragen bei einem Mittelklassewagen pro Monat durchschnittlich 300 Franken. So kostet Sie Ihr Auto monatlich 1 500 Franken. Oder mehr.
Viele Banken bieten ebenfalls einen Kredit mit tieferen Zinsen für die Autofinanzierung an. Allerdings müssen Sie hier für die Versicherung mehr bezahlen. Vergleichen lohnt sich also.
Barzahlung
Cash is King. Die optimale Finanzierung eines Fahrzeuges ist die Barzahlung – ohne Zweifel. Bezahlen, reinsitzen und abfahren. Bei Barzahlung profitieren Sie in den meisten Fällen von attraktiven Rabatten und das Auto ist in Ihrem Besitz. So können Sie dies jederzeit wieder verkaufen.
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